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Ausstellungen, Auktionen und Zuchtschauen

Ich gebe gerne zu, dass ich zu Schauen und Ausstellungen ein zwiespältiges Verhältnis habe.
Denn dort stehen oft die Tiere vorne, die groß und vor allen Dingen "rund" und schwer sind. Da geht es in der Regel nicht um die Leistung des Tieres sondern oft um die Leistung des Futtermeisters und des "Präparators".

Leistungsinformationen die einen Schluss zur Stellung in der Population (Bestand oder Landeszucht) zulassen liegen in Deutschland sehr oft weder absolut noch relativ (z.B. aktueller Zuchtwert  - nicht den geschätzten aus der Herde von vor zig Jahren!) - geschweige denn mit einer Angabe zur Genauigkeit vor. Eine kleine Ausnahme ist hier bei weiblichen Tieren die Angabe zur Fruchtbarkeit - die ist allerdings mit einer niedrigen Erblichkeit (0,10) nicht überaus leistungsrelevant. Wenn keine Fehler zu sehen sind, bekommt man schnell den Eindruck, dass die Futtermeister immer gewinnen. Mir persönlich kommt es aber nicht darauf an dort vorne zu stehen, sondern dass meine Tiere bei ihren Käufern ihre Leistung bringen - sie dort ihren "Mann" oder ihre "Frau" stehen und das geht nicht mit Kraftfutter sondern nur mit Genetik! Gerne erzähle ich dann die Geschichte von zwei Durchschnittsböcken von mir, die auf der Auktion für kleines Geld gekauft wurden, nach Schleswig Holstein gingen und dort im Folgejahr den Rassesieger =Auktionssieger gegen eine Konkurrenz von 250-300 Böcken machten.

Natürlich weiß ich auch, dass Schautiere extra vorbereitet und gefüttert werden müssen, da man ansonsten dort nicht erfolgreich mitspielen kann. Doch soweit, etwa Lämmer abzusetzen oder gar nicht säugen zu lassen (und z.B. an einen Tränkeautomaten zu setzen oder an der Flasche aufzuziehen) um die Mutter (oder auch die Lämmer) deutlich besser aussehen zu lassen (und schwerer zu bekommen) geht meine Liebe zur Schau nicht. Sie sind zum Aufziehen der Lämmer da, fressen hauptsächlich Gras und das sollen sie auch tun! Darüber hinaus kann man den Wiederkäuer Schaf mit entsprechender Kenntnis und Zeit natürlich auch füttern wie ein Schwein. Dann kann man gerade bei Lammböcken exorbitante Gewichte (100kg mit 7Monaten), Zunahmen und Ausstellungskonditionen erreichen, an die dann kein anderer Züchter herankommt. Einfache Regel: Wenn die Lammböcke in etwa (oder mehr) Tagezunahmen erreichen als stationsgeprüfte Tiere dann liegt der Schluss nahe, dass sie auch ähnlich gefüttert wurden (Kraftfutter ad libitum und 300g Heu/Tag). Allerdings hat dies auch seinen Preis für die Gesundheit der Tiere und auch für die Leistung der Böcke (Deckeinsatz). Ich werte gerade eine englische Untersuchung hierzu aus und werde hoffentlich die Zeit finden dieses einmal zusammenzuschreiben.  Diese Lammböcke müssen dann erst einmal in den ersten 4 Wochen "zusammenschmelzen" um ihre Zuchtkondition=Deckkondition zu erreichen und eine dann oft gestellte Frage ist: Frisst der auch Gras? Die Engländer beschreiben eine gute Deckkondition übrigens treffend mit  "Fit for Purpose" = Fit für ihren Zweck!

Nun - ich bin Züchter und sehe mich nicht als Mäster von Siegertieren. Mit einer Ultraschallmessung von Muskel und Fettauflage könnte man zum Beispiel heutzutage ganz einfach einer solch unnatürlichen Aufmästung auf die Schliche kommen - nur leider wird dies von der "Mästerlobby" bisher immer gerne abgelehnt. Eine Aussage zum Rückenmuskeldurchmesser lässt sich zweifelsfrei in jedem Fall gewinnen. Viel Fettauflage ist dann entweder schlechte Genetik oder zu viel des Guten. Die Richter einer Prämierung können es so oder so berücksichtigen!

Auch kann man die Meinung vertreten: Show ist Show! Der oder die Schönste soll gewinnen! Aber dann sollte auch nur das Aussehen wie Rassetyp, Korrektheit, Beinstellung, Wolle, Kopf etc. und nicht mehr die Leistung bei der Rangierung des Tieres eine Rolle spielen! Dieses ist zum Beispiel gut bei Landschafen machbar, da diese natürlicher Weise für die Landschaftspflege eingesetzt werden und keine so genannte Wirtschaftrasse sind. Wenn man es weiß - kann man sich auch als Züchter besser darauf einstellen. Erinnern wir Insider uns doch aber einmal was für ein Wind gemacht wurde (mehrere Leserbriefe und Artikel in der Schafzucht), als ein nordrhein-westfälischer Züchter rassetypisch aussehende - aber nicht gemästete - Landschafe auf der Grünen Woche in Berlin ausstellte! Die Besucher der Grünen Woche hat es sicher nicht gestört. Wenn man die Guten an der Genetik erkennt (BLUP-Zuchtwertschätzung) macht dies auch das Rangieren der Schönen bei den Wirtschaftrassen einfach und ergänzt sich optimal!

Hier sollen nach und nach  Bilder, Informationen zu Auktionen und Schauen gezeigt werden.

An der ersten und bisher einzigen 1. Bundesschau Zuchtschafe aus Maediunverdächtigen Beständen für Texel Milchschafe und Dorper am 23. und 24. August 2008 in Wüsting bei Oldenburg im Rahmen der Agrarmesse Landtage Nord habe ich dann mal teilgenommen und konnte mit Florian gleich in einem harten Kampf um den Sieger bei den Altböcken den 1b stellen. Kuno durfte ich als Jährlingsbock (aus MV-Quarantäne Gründen) - wie auch die Schafe aus dieser Gruppe - leider nicht mitnehmen. So wurde dann Piet Bundessiegerbock. Hierbei möchte ich nicht unerwähnt lassen, das Piet danach nach Bayern verkauft wurde und sich dort 2009 auf dem Schäferfest des Oberbayrischen Schafhaltervereins in Hochmutting von Konrad, einem Kuno Sohn, geschlagen geben musste! Was im Übrigen wieder meine Futtermeisteraussage belegt!
Die Gewichte und Prämierungsergebnisse von Wüsting 2008 finden sie hier Ergebnisse Wüsting 2008.

Die Erste und Einzige Bundesschau Maediunverdächtige Schafe

So sah es aus als es mal nicht regnete!

Rangierung der Altböcke

Da stand ich mal vorne

Rangierung der Altböcke

So sah es bei den Tieren aus...

Rangierung der Altböcke

...und so bei den Züchtern.

Rangierung der Altböcke

So im Gesamten

Rangierung der Altböcke

So blieb es dann stehen.

Auktionen

Auf Auktionen wurde meinerseits nicht viel fotografiert. Daher hier nur paar Beispiele:

Haus Düsse 2011
Hier stehen die beiden Advant Söhne Katalog-Nr. 81 und  83 an b und c! Von den Preisrichtern wurde die Korrektheit der Böcke gelobt. Beide wurden später ab Stall nach Hessen verkauft und haben zur vollen Zufriedenheit ihrer Käufer gearbeitet und wurden von ihnen weiterverkauft. Der 1c erreichte mit ca. 16 Monaten 138 kg.
   

 

 

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