Blauzungenkrankheit
Nach oben Blauzungenkrankheit Maedi Visna Scrapie Genotypisierung Schmallenberg Virus

 

Home
Rasseinformation
Zum Betrieb
Aktuelles
Verkaufsangebote
Tiere
Gesundheit
Abc der Texelzucht
Service-Angebote
Gästebuch

 

Nach oben Weiter

Aktuelles zur Blauzungenkrankheit beim Schaf

Nachdem am 18.06.07 bei einem Rind (Monitoringtier) in Hückeswagen der erste neue Ausbruch in 2007 festgestellt wurde sind es Stand 16.08.2007 bereits ca. 200 Neuausbrüche in NRW.  Ende des Monats Juli 2007 begannen die ersten Fälle aufzutreten und nun ist nach eigenen Recherchen offensichtlich wieder Blauzungenkrankheitszeit entsprechend dem Vorjahr, so dass es wohl weniger ein Witterungsproblem sondern eher ein jahreszeitlich bedingtes häufiges Auftreten zu geben scheint.

Auch in Rheinland-Pfalz und Hessen zeigen sich immer wieder neue Fälle und es ist -  wenn man sich Ausbreitungsgeschwindigkeit im letzen Jahr in NRW ansieht Karten BTV - nur eine Frage der Zeit bis weitere Regionen Deutschlands betroffen sind.

Immer  wieder traten - wenn auch sporadisch - im Winter neue Erkrankungsfälle auf. Viele Schafhalter und Züchter sorgten sich, ob es auch noch im Jahr 2007 Auswirkungen  geben wird und dann die Krankheit erneut zum Ausbruch und zur Ausbreitung kommt. Der außergewöhnlich milde Winter und Herbst sowie einige wissenschaftliche Erkenntnisse nährten diese Befürchtung: So können viele das Virus übertragende Insekten und deren Larven überleben und früh wieder aktiv sein. Auch soll das Virus von den Mücken auf deren Eier und Larven weitergegeben werden können. Da erwartungsgemäß das Thema uns auch dieses Jahr weiter und gebietlich noch umfassender beschäftigen wird habe ich mich entschlossen der Blauzungenkrankheit eine extra Seite zu widmen.


Die EU hat ein flächendeckendes Untersuchungsprogramm (Monitoring) auf den Weg gebracht an dem natürlich auch Deutschland und die betroffenen Länder teilnehmen. Nach einem flächendeckenden Rasterverfahren werden in festgelegten Rinderbetrieben monatlich Blutproben von anfänglich virusfreien Rindern entnommen und untersucht. Mit Hilfe der Monitoringergebnisse soll einmal die Virusverbreitung in den Sperrzonen ermittelt und nachgewiesen werden und auch, dass als frei deklarierte Gebiete auch wirklich frei von der Blauzungenkrankheit sind. Begleitend werden ein entomologisches Monitoring und ein Wildtiermonitoring durchgeführt, das Informationen über die Überträger (entomologisches Monitoring) und den Viruseintrag in die Wildtierpopulation (Wildtiermonitoring) liefern soll.

Ende Januar begann nach Angaben des Ministeriums die länger angelegte systematische Überwachung der Seuchen-Situation, die Aufschluss über die Ausbreitung der für Menschen und alle Nicht-Widerkäuer ungefährlichen Seuche gibt. Nordrhein-Westfalen will mit Bund und Ländern sowie den Niederlanden auch über alternative Bekämpfungsstrategien sprechen.
 

Die aktuellen Verbringungsregeln finden Sie hier: Verbringungsregeln 04.04.2007. Bitte beachten Sie das ab 14.08.2007 der aufnehmende Veterinär nicht mehr zustimmen sondern nur informiert werden muss und das Beobachtungsgebiet im Süden (z.B. Würzburg) deutlich erweitert wurde!

 Aktuelle Informationen zur Entwicklung  und den Verordnungen der Blauzungenkrankheit in Nordrhein-Westfalen vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Aktuelle Informationen zur Entwicklung  und den Verordnungen der Blauzungenkrankheit in Deutschland vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Beschreibung und Maßnahmen

Einen guten Überblick und detaillierte Informationen zu Krankheit und Überträgern gibt es hier: wikipedia.

Informationsflyer des Friedrich-Löffler-Instituts


Historie

Die Blauzungenkrankheit ist seit dem Ausbruch in Kerkrade (NL)  Mitte August europaweit bis zum 17.11.2006 in 1600 Betrieben aufgetreten. 744 Betriebe sind davon in Deutschland betroffen.  In Belgien ist die Zahl mittlerweile auf 626 und in den Niederlanden auf 437 angewachsen.
Sie hat
sich vom Ausbruchsort  weiter nordöstlich in Nordrheinwestfalen und auch in angrenzende Bundesländer (Rheinlandpfalz, Hessen, Saarland und Niedersachsen) ausgebreitet . Auch weitere Bundesländer sind durch das so genannte Beobachtungsgebiet betroffen:  z.B. Thüringen und Sachsen-Anhalt. 
Die ausschließlich durch Mücken übertragbare Krankheit - für Menschen völlig harmlos - wandert scheinbar mit den vom Winde verwehbaren Mücken langsam ostwärts. Einen Überblick geben die Übersichtskarten des LaTiKo Landeskontrollstelle zur Tierseuchenbekämpfung von NRW unten links (Stand 19.09.2006)  und rechts (Stand 14.11.2006):

Die Punkte sind bestätigte Fälle der Blauzungenkrankheit. Die rötliche Fläche markiert das Gefährdungsgebiet (20km-Zone). Die restliche gelbe Fläche von NRW ist Beobachtungsgebiet (150km-Zone).

Wenn Sie auf die Karten klicken erhalten Sie eine vergrößerte Extraseite, die Sie mit der rechten Maustaste und "Grafik speichern" auf Ihrem Computer abspeichern können!

Karte Blauzungenkrankheit NRW vom 09.10.06 (jpg                 Karte Blauzungenkrankheit EU vom 12.10.06 (gif)
 

Karte NRW vom 19.09.2006
Karte Blauzungenkrankheit und Verbreitung
Karte NRW vom 14.11.2006

Ganz Nordrhein-Westfalen ist seit 24.10.2006 Gefährdungsgebiet! Dadurch ergeben sich Transporterleichterungen in NRW, d.h. Schlacht-, Nutz- und Zuchtvieh darf ohne Genehmigung und Auflagen verbracht werden. Siehe auch Fünfte Verordnung zur Änderung der Verordnung zum Schutz vor der Blauzungenkrankheit vom 20. Oktober 2006 MUNLV-NRW

Neu: Neue Transportregelung für Wiederkäuer gültig seit 08.11.2006 Änderungen und Neuerungen in Blau!

Allgemeine Information zur Blauzungenkrankheit

Vierte Verordnung des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 20.10.2006 mit Angaben der Gemeinden und Städte (Restriktionsgebiete)

Merkblatt/Übersicht zur Verbringung von Wiederkäuern vom 19.09.2006 mit Verbringungsantrag (52kb)

 

Home ] Nach oben ]

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: webm@texelschaf.de oder tragen Sie sich ins Gästebuch ein!
Copyright © 2003- 2014 Gerd Dumke  Hohe Strasse 17 D-51570 Windeck